Letzter Tag

Geschafft – in jeder Hinsicht! Nun sitzen wir im Bus und etliche Köppe sind schon nach der Seite abgenickt. War auch keine einfache Sache mit der optischen Pinzette 3 Mikrometer große Kügelchen durch die Gegend zu schubsen. Auch die Justage des Rasterkraftmikroskops ist ganz schön fummelig gewesen. 3D- Bilder sind im Kasten. Mit Polarisationfiltern und Lambda/4- Plättchen haben es Maya und Georg sowie Julia und Marius geschafft, eine Projektion auf der versilberten Projektionsfläche zu erreichen, die beim Betrachten durch die Filterbrille richtig räumlich aussah. Bei der Mikrostrukturierung mit einem Laser aus dem BluRay- Player waren die Betreuer schon erstaunt, welche Motive John und Amedeus oder auch Thomas und Daniel gewählt haben. Zuvor haben sie einen Stickstofflaser selbst gebaut. Das müssen wir uns demnächst mal in der Schule vornehmen. Johannes und Max ist es gelungen, einzelne Photonen zu messen.

Die Studienberatung war auch schon mal ganz gut. Vor allem die Empfehlungen zur Vorgehensweise und dem Zeitplan, wie wir die Studienwahl angehen sollten, waren ein echter Gewinn.

Auch wenn die Studienfahrt sich nun dem Ende neigt, so wird der Blog noch nicht zu Ende sein. Hannes und Marius wollen noch einige Bilder einbinden. Dies ist uns nicht zuletzt aufgrund der schlechten W-LAN-Verbindungen in den Herbergen bisher nicht gelungen.

Ach eins noch! Bitte keine Gurken in den Wagen beim Wochenendeinkauf! Wir bringen genug mit!

4. Tag

20150618_072800 20150618_072859 20150618_072920Da haben wir gestern Abend richtig Glück gehabt! Erst hat uns ein Einheimischer die Ministernwarte erläutert, die sein Vater und ein Freund in den 70-er Jahren selbst gebaut haben, und dann war da auch noch Marcel und ein anderer Freak, die mit einem automatisch nachführendem Fernrohr und einem Teleskop richtig Spaß am Beobachten aufkommen ließen. Ganz zu schenus in einer ihrer Phasen, den Jupiter mit seinen 4 großen Monden und den Saturn mit seinen Ringen zu sehen! Nun ist aber Nicole – unsere reizende Gastgeberin – mit frischen Brötchen gekommen und ich muss ich erst einmal zum Frühstück,  denn in einer halben Stunde geht es zum Kavernenkraftwerk in Wehr.

Punkt 9:00 Uhr wurden wir im Kavernenkraftwerk Wehr in Empfang genommen. Mit dem Bus fuhren wir 1,4 km durch einen Stollen zum Kraftwerk. Jeweils 4 Generatoren mit Turbinen auf der einen Seite und Pumpen auf der anderen Seite stehen dort in der Kaverne und können maximal 900 MW elektrische Leistung generieren. Das bedeutet, dass man bei Volllast ca. 8 h ein Kernkraftwerk ersetzen könnte. Die Aufgaben der Pumpspeicherkraftwerke haben sich mit dem Aufbau der eneuerbaren Energien komplett geändert. Während noch vor 10 Jahren Spitzenlast vor allem in der Mittagszeit produziert wurde und man über Nacht Wasser in die Oberbecken gepumpt hat, geht es heute um das Puffern von Lasten. Wir konnten live erleben, wie eine Maschine vom Generatorbetrieb binnen 30s in den Pumpbetrieb umgeschaltet wurde – ein Höllenlärm und nicht nur ich wäre am liebsten weggerannt!

Ebenso interessant  waren die Erklärungen des stellvertretenden Leiters der Lastverteilung Kühmoos. Der Verbund der 5 Kraftwerke der Schluchsee- AG ist eines der größten Pumpspeichersysteme weltweit.  Es gilt die Energiemengen von den Kraftwerken zu den Verbrauchern entsprechend deren Bedürfnisse zu leiten und damit eben auch die Kraftwerke zu steuern. Andererseits sind wasserwirtschaftliche Aufgaben zu erfüllen. Es müssen Hochwasserstauräume geschaffen, touristische Anliegen berücksichigt und mit den energiewirtschaftlichen Anforderungen geschickt unter einen Hut gebracht werden – eine Aufgabe, die großer Erfahrung bedarf. Solche Schaltvorgänge zu vollziehen, ist keine leichte Aufgabe. Schon beim leistungslosen Anlegen der Spannung von 220 kV hat es ganz ordentlich „gespratzelt“ – Originalton des stellvertretenden Leiter der Schaltanlage. Wie solche Schaltzangen an die Stromlaufschienen angelegt werden, wurde uns eindrucksvoll demonstriert.

3. Tag

Heute konnten wir mal bis um 8 :00 schlafen. Nach dem Frühstück in der Jugendherberge in Bern stiegen wir bei wunderschönem Wetter in unseren Bus und fuhren in Richtung Mühleberg. Ein Kernkraftwerk (KKW) und ein Wasserkraftwerk waren unsere Ziele.

Im Informationszentrum wurde uns zunächst das KKW vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein relativ kleines Kraftwerk. Der Siedewasserreaktor liefert eine thermische Leistung, die eine elektrische Bruttoleistung von 390 MW erlaubt (zum Vergleich: das von uns aus nächste KKW in Grafenrheinfeld hat eine Leistung von 1800 MW). Der Eigenverbrauch beträgt ca. 17 MW. In der Schweiz gibt es 5 KKW. Anders als in Deutschland haben erst die Ereignisse in Fukushima dazu geführt, dass man auch in der Schweiz aus der Nutzung der Kernenergie aussteigen möchte. Die Berner Kraftwerks- AG hat beschlossen, dieses Kraftwerk 2019 vom Netz zu nehmen und bis 2034 vollständig zurück zu bauen.

Nach Passieren der Sicherheitsschleuse des Kernkraftwerkes konnten wir aus einem Raum in die Maschinenhalle mit ihren 2 Generatorsätzen schauen. Über eine Kamera war auch der Reaktorbereich mit Abkling- und Servicebecken sichtbar. Vom 6-Barierensystem zum Schutz vor Radioaktivität bis zur Endlagerproblematik wurden uns alle Themen rund um den Betrieb des KKW Mühleberg ausführlich erklärt.

Ein kleiner Spaziergang an der Aare führte uns zum flussaufwärts gelegenen Wasserkraftwerk. Dieses 1917 mitten in den Wirren des 1. Weltkrieges gebaute Wasserkraftwerk steht heute unter Denkmalschutz. Es ist das erste in Sichtbeton gebaute Gebäude der Schweiz. Die 6 Francisturbinen sind nach wie vor im Einsatz und wurden 1967 durch eine Kaplanturbine ergänzt. Mit 20 m Höhe ist die Staumauer für ein Laufwasserkraftwerk doch schon recht hoch. Bis zu 300 Kubikmeter Wasser pro Sekunde können genutzt werden. Hier konnten wir nicht nur die Maschinenhalle, sondern sogar einen Generator begehen. Über einen Luftfilter gelangt man in das Innere, wo am Fuß der Welle die Stellmechanik der Leitschaufeln der Turbine und über dem Kopf der mit 168 U/min drehende Rotor des Generators zu sehen waren. Schließlich stiegen wir noch die Treppen zur Sohle der Staumauer hinunter – ein imposantes Bauwerk, welche keineswegs völlig dicht sein kann.

Die Fahrt in den Schwarzwald ging glatt. Der Tag ist noch nicht zu Ende. Jetzt werde ich mir erst einmal ein Stück Fleisch am Lagerfeuer grillen, um dann in der kleinen Sternwarte noch in die Sterne zu schauen.

Mont Soleil

Auch der heutige Tag brachte zahlreiche Eindrücke. Nach dem Frühstück brachen wir gleich in Richtung Mount Soleil auf. Auf den Berg ging es mit der Zahnradbahn. Oben erwartete uns, passend zum Namen des Berges, ein Solarpark von 2ha Fläche – so viel wie drei Fußballfelder. Dort erhielten wir viele Informationen sowohl zur Anlage selbst, die einmal die größte Europas gewesen ist, als auch über den Betrieb von Solaranlagen im Allgemeinen.  Späer besichtigten wir auch eine Windkraftanlage.

Gepicknickt wurde im Freien nach einem kleinen Spaziergang. Eine größere Wanderung fiel aber Aufgrund des schlechten Wetters aus. Dafür konnten wir uns auf die Berner Altstadt freuen.

Euer Physikkurs

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Erster Tag

Die Fahrt verlief gut. Gegen 11:00 Uhr wurden wir von den Physikern Magdalena Münker und Benedikt Hegner am CERN in Empfang genommen. Sie führten uns zum CLIC-Projekt. Dass schon jetzt über zwei noch größere Beschleuniger als den LHC ( Large Hadron Collider) nachgedacht wird war uns neu. Man denkt immer mit der Entdeckung des Higgs- Boson wäre die Arbeit der Physiker im wesentlichen getan. Magdalena und Benedikt klärten uns aber darüber auf, dass man nun die Eigenschaften des Teilchen genauer vermessen muss. Dies geht mit Elektron-Positron-Experimenten offenbar besser. Mit einer neuen ausgeklügelten Variante eines Linearbeschleunigers (CLIC – Compact Linear Collider) der in seiner Endausbaustufe mal 50 km lang werden soll will man dem Higgs- Boson zu Leibe rücken.

Nach dem Mittag führte uns Herr Prof. Freudenreich zum CMS- Detektor – einen der vier großen Detektoren im 27 km langen Beschleunigerring. In 90 m Tiefe konnten wir aufgrund der Strahlzeiten zwar nicht direkt an den Detektor, der mit 16 m Durchmesser und 21 m Länge gewaltige Ausmaße besitzt. Jedoch konnten wir die gigantischen Rechenanlagen zur Auswertung der Daten sehen. Mir ist schleierhaft, wie man dieses komplexe System beherrschen kann. Herr Prof. Freudenreich erklärte uns den zwiebelartigen Aufbau des Beschleunigers und zeigte uns verschiedene Sensortypen, von denen jeweils tausende im Detektor verbaut sind.

Später standen uns Magdalena und Benedikt noch einmal für Fragen zur Verfügung. Interessant war für uns zu erfahren, wie man als Physiker schließlich beim CERN landet. Beide schwärmten von der Atmosphäre am CERN, wo Wissenschaftler und Techniker vieler Nationen und unterschiedlicher Kulturen gemeinschaftlich arbeiten müssen, wenn sie Erfolg haben wollen.

Schlechtes Wetter und ein Stau in Genf machten das geplante Picknick am Genfer See leider unmöglich. Ein anstrengender wie toller Tag!

 

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Vorbereitung und Abfahrt

Die Zeit der Vorbereitung ist nun vorbei und die Einkäufe wurden am Freitag getätigt, wie man im Video sehen kann😉. Seit 8 Stunden sind wir nun auf Achse in Richtung Genf und es regnet in strömen. Wir sind gespannt wie ein Flitzebogen, was uns dort erwartet. 

Einladung

Liebe Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

in den folgenden Tagen gehen wir- die Physikleistungskurse des Zeiss-Gymnasiums Jena- auf unsere große Studienfahrt. In diesem Blog möchten wir von unseren Erlebnissen berichten. Wir möchten euch/Sie herzlich einladen, unseren Blog zu lesen.

Freundliche Grüße

die Physik-Leistungskursler

Schullogo